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wiki:huellhorst_tengern

Tengern

Dieses ist die Beschreibung des Hüllhorster Ortsteil Tengern.

Hausstätten- und Höfeliste

[Tengerner Hausstätten- und Höfeliste]

Sie umfasst die Hausnummern 1 bis . Es ist etwa der Umfang der 1820 existierenden Häuser und Höfe.

Bücher

Geschichte

Am 10. März 1151 bestätigte Bischof Bernhard I. von Paderborn dem „St. Marienstift auf dem Berge bei Herford“, dass die Herforder Äbtissin Godesti Güter aus verschiedenen Orten, unter anderem auch „Thinighe“, dem Kloster übertragen hat. Diese Urkunde des Bischofs liegt als beglaubigte Abschrift von Ende des 14. Jahrhunderts dem Staatsarchiv Münster vor und ist die erste bekannte Erwähnung Tengerns. Tengern gehörte vom Hochmittelalter bis 1648 zum Hochstift Minden, welches dann als weltliches Fürstentum Minden an Brandenburg-Preußen fiel. Kirchlich gehörte der Ort zum Kirchspiel Schnathorst, verwaltungsmäßig seit dem 16. Jahrhundert zur Vogtei Schnathorst im Amt Reineberg.

Am frühen Nachmittag des 26. April 1726 löst ein 16-jähriger Junge (dessen Eltern zu diesem Zeitpunkt in Hüllhorst eine Kuh in Augenschein nehmen) einen Großbrand aus. 42 der 46 in Tengern vorhandenen Häuser werden zerstört, darunter 17 Wohnhäuser und das erst 1720 erbaute Schul- und Bethaus, welches schließlich 1728/29 wiederaufgebaut wird. In der Nacht zum 19. Januar 1801 brach der Deich der dorfeigenen Güllegrube infolge winterlicher Frostschäden. 5 Keller von Wohnhäusern wurden komplett überflutet. Die Aufräumarbeiten dauerten fast 7 Monate an.

1807 fiel Tengern an das napoleonische Königreich Westphalen, 1811 an das Kaiserreich Frankreich. 1813 kam es wieder zu Preußen, welches den Ort 1816 dem Kreis Bünde, 1832 dem Kreis Lübbecke zuteilte. 1844 wird Tengern als politische Gemeinde dem neu gegründeten Amt Reineberg (später Amt Hüllhorst) zugeordnet. Im Jahr 1909 wird die Gemeinde Huchzen durch Ausgliederung aus Tengern (193 ha) neu gebildet.

Am 1. Januar 1973 geht Tengern in der neuen Gemeinde Hüllhorst auf. Im Verlauf des Jahres 1976 werden Straßennamen und neue Hausnummern eingeführt.

Vom 26. Mai 1906 bis zum 31. Dezember 1972 war Huchzen eine eigenständige Gemeinde im Amt Hüllhorst. Der Ort wurde 1909 aus Tengern ausgegliedert. Der Grund für die erworbene Selbständigkeit als Gemeinde liegt in dem Umstand, dass die Bewohner einst, obwohl dem Amt Hüllhorst zugehörig, nicht ins benachbarte Tengern, sondern nach Mennighüffen (heute Teil der Stadt Löhne) zur Kirche gingen. In Statistiken wird Huchzen heute gemäß der Hauptsatzung der Gemeinde Hüllhorst vollständig zu Tengern gerechnet.

Am 1. Januar 1973 wurde der Ort nach Hüllhorst eingemeindet.

Karten

Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke

Ortsteil Tengern

Ort Tengern-Huchzen

Tengern, siehe: Maps

Dokumente

Verweise

Auskünfte

Komunalarchiv Minden und Kreisarchiv Minden Lübbecke

Gemeindearchiv Hüllhorst

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/huellhorst_tengern.txt · Zuletzt geändert: 2020/02/26 21:43 von michael