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wiki:4_minden_huelshorst

Hüllhorst

www.Hüllhorst.de

Dieses ist die Beschreibung der Gemeinde Hüllhorst mit ihren früheren Bauerschaften, den ihnen folgenden Städten, Dörfern, Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).

Bauerschaften

Mit ihren jeweiligen Hausnummern etwa im Umfang vom Urkataster:

Hausstätten- und Höfeliste

Bücher

Geschichte

Die meisten der heutigen Ortschaften von Hüllhorst werden im 11. und 12. Jahrhundert erstmals erwähnt:

Ahlsen-Reineberg: 1290 erstmals bezeugt. Die Gründung des Ortsteils der zum Bistum Minden gehörenden Domäne Reineberg und dessen Burg Reineberg geht vermutlich bis auf das Jahr 1220 zurück. Die Burg Reineberg wurde bis vermutlich 1230 fertiggestellt, aber 1723 abgerissen.

Bröderhausen: Die Ortschaft wurde im Jahre 1250 erstmals urkundlich erwähnt.

Büttendorf: urkundlich erstmals erwähnt im Jahre 1042.

Holsen: im Jahre 1260 erstmals urkundlich erwähnt.

Hüllhorst: erstmals 1290 bezeugt.

Oberbauerschaft: Die Ursprünge gehen zurück auf die erste urkundliche Eintragung der Gemeinde Beendorf aus dem Jahre 1121. Später wurden fünf Ortsteile, darunter auch Beendorf, zusammengelegt, die den Namen Oberbauerschaft erhielten. Oberbauerschaft wird Anfang des 17. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt.

Schnathorst: 1244 erstmals schriftlich erwähnt.

Tengern: erstmals im Jahre 1151 urkundlich erwähnt.

An Stelle der abgerissenen Burg Reineberg entwickelte sich eine Siedlung. Das alte Amt im Reineberger Feld bestand von 1723 bis 1807 und gehörte zum preußischen Fürstentum Minden. 1648 ging das Bistum Minden in ein weltliches Fürstentum über und wurde Teil Preußens. Zwischen 1807 und 1813 war das Gebiet de facto französisch. Zunächst als Teil des Königreich Westphalen (Département du Weser), ab 1811 direkt zu Frankreich (Département de l’Ems-Supérieur) gehörend. Nach Ende der französischen Zeit wurde das Gebiet 1815 zunächst Teil des preußischen Kreis Bünde. Nach dessen Auflösung wurde das Gebiet der heutigen Gemeinde 1832 Teil des Kreises Rahden (gleichzeitig umbenannt in: Kreis Lübbecke). Die Gemeinden im heutigen Gemeindegebiet waren ab 1843 verwaltungstechnisch im Amt Schnathorst (ab 1849 umbenannt in Amt Hüllhorst) zusammengefasst. Rechtlich blieben die neun Mitgliedsgemeinden (Huchzen noch selbstständig) voll selbstständig. Seit der Kommunalreform 1973 gehört die neu gegründete Großgemeinde in den Grenzen des alten Amtes zum Kreis Minden-Lübbecke. Eine Benennung der Gemeinde in Gemeinde Reineberg wurde diskutiert aber abgelehnt. In früherer Zeit hatte das Gebiet der heutigen Gemeinde Hüllhorst fast ausschließlich bäuerliche Bevölkerung, die im fruchtbaren Ravensberger Hügelland. Als zusätzliche Einnahmequelle entwickelte sich zunächst das Textilhandwerk. In protoindustrialistischer Heimarbeit wurde Flachs zum bekannten Ravensberger Leinen versponnen und verwoben. Mit Aufkommen der mechanischen Webstühle wurde diese Erwerbsform unrentabel. Ab etwa 1860 entwickelte sich im Ravensberger Land und in Hüllhorst eine blühende Zigarrenfabrikation. Diese Industrie erlebte ihren Niedergang nach dem Zweiten Weltkrieg.

Kirche Schnathorst Spätestens nach der Säkularisation des Fürstbistums Minden und der gleichzeitig beginnende Zugehörigkeit zum protestantischen Preußen ab dem 17. Jahrhundert ist das Gebiet ganz überwiegend evangelisch-lutherisch. In Schnathorst, Oberbauerschaft und Hüllhorst gibt es eine eigene Kirchengemeinde. Die Ursprünge der Hüllhorster Kirche (Andreaskirche) gehen zurück in das Jahr 1510. Im Umfeld der Kirche wird ein noch älteres Messbuch aus dem Jahre 1310 erwähnt, so dass die Kirchengemeinde Hüllhorst 1960 ihr 650-jähriges Bestehen feierte. Außerdem gibt es in Oberbauerschaft eine Baptisten-Brüdergemeinde. Ein Indiz für die Verteilung kann die Angabe der konfessionellen Zugehörigkeit der Hüllhorster Schüler sein. Demnach sind rund 70 Prozent der Schüler evangelisch, jeweils vier Prozent katholisch und islamisch. 16 Prozent geben an, einer sonstigen Konfession anzugehören, und sechs Prozent rechnen sich keiner Konfession zu.

Die heutige Gemeinde Hüllhorst entstand in einer Gebietsreform nach dem Bielefeld-Gesetz vom 24. Oktober 1972 am 1. Januar 1973. Dazu wurden die Gemeinden des Amtes Hüllhorst zusammengefasst. Sieben der heutigen acht Ortschaften waren davor eigenständige Gemeinden. Tengern wurden später um das ehemals selbstständige Huchzen vergrößert, das kein offizieller Ortsteil der Gemeinde Hüllhorst mehr ist.

Karten

Übersichtskarte der Bürgermeisterei Quernheim (Stift Quernheim mit den Untergemeinden Klosterbauerschaft und Rehmerloh; Hüllhorst mit den Untergemeinden Ahlsen-Reineberg, Büttendorf, Bröderhausen und Huchzen; Kirchlengern mit den Untergemeinden Häver und Quernheim; Oberbauerschaft; Schnathorst mit den Untergemeinden Bröderhausen, Holsen und Tengern)

Klassifikationsübersichtskarte Katasterverband Minden um 1820 : im Landesarchiv OWL Detmold

Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke

Ortsteile Gemeinde Hüllhorst

Gemeinde Hüllhorst, siehe: Maps

Verweise

Auskünfte

Archive Hüllhorst

Komunalarchiv Minden und Kreisarchiv Minden Lübbecke

Gemeindearchiv Hüllhorst

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/4_minden_huelshorst.txt · Zuletzt geändert: 2023/02/18 12:55 von michael

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