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wiki:7_minden_petershagen

Petershagen

www.Petershagen.de

Dieses ist die Beschreibung der Stadt Petershagen mit ihren früheren Dörfern und Bauerschaften, den ihnen folgenden Städten, Dörfern, Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).

Dörfer und Bauerschaften

Mit ihren jeweiligen Hausnummern etwa im Umfang vom Urkataster:

Hausstätten- und Höfeliste

Bücher

Geschichte

Die ersten Zeugen einer Besiedlung von Petershagen gehen in die Altsteinzeit sowie in die Bronze- und Eisenzeit zurück. Die ersten Cherusker siedelten um Christi Geburt im heutigen Petershagen. Sächsische Siedler gründeten in den folgenden Jahrhunderten die ersten Ortschaften. Im Jahre 784 konnte Karl der Große hier, auf Grund eines Hochwassers, die Weser nicht überqueren. In diesem Zusammenhang wurde der Ort zum ersten Mal urkundlich erwähnt – unter dem Namen Huculvi. Später wurde der Ort Hockeleve genannt. 1306 ließ der Mindener Bischof Gottfried von Waldeck hier eine Burg erbauen, die nach dem heiligen Petrus, dem Schutzpatron seines Bistums, benannt wurde. Sie erhielt den Namen Petershagen, der später auf den Ort übertragen wurde. Von 1545 bis 1547 wurde die Burg vom Meister der Weserrenaissance Jörg Unkair zum Schloss ausgebaut. Von 1608 bis 1611 ließ Christian von Braunschweig-Lüneburg das Schloss weiter umbauen.

1648 wurde das Fürstbistum Minden durch den Westfälischen Frieden brandenburgisch. Noch bis 1669 blieb der Sitz der brandenburgischen Regierung im Schloss; 1649–1659 war das Schloss auch Residenz des brandenburgischen Statthalters. 1810 wurde das Gebiet der beiden Ämter Petershagen und Schlüsselburg aufgeteilt. Das Kaiserreich Frankreich erhielt die Teile links der Weser, aus den rechtsseitigen Gebieten entstand das Königlich Westfälische Kanton Windheim.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der schon in den 1930er Jahren geplante Ausbau der Mittelweser umgesetzt. 1953 wurde die Staustufe Petershagen mit integriertem Laufwasserkraftwerk in Betrieb genommen, wodurch einerseits der Binnenschifffahrt ganzjährig ein größerer Tiefgang garantiert und andererseits die Flusslandschaft bei Petershagen entscheidend verändert wurde. Auch das Kohlekraftwerk in Lahde ging 1953 mit der Bezeichnung „Heyden I“ ans Netz. Das geplante Neubaugebiet in der Ortschaft wurde wie auch die „Kraftwerksiedlung“ in den sechziger Jahren nach einem überarbeiteten Konzept errichtet. 1970 wurde die Weserbrücke in Petershagen errichtet. Der Fährbetrieb zwischen Petershagen und Lahde wurde eingestellt.

Die heutige Stadt Petershagen entstand in einer Gebietsreform nach dem Bielefeld-Gesetz vom 24. Oktober 1972 mit Wirkung vom 1. Januar 1973. Dazu wurden 29 von zusammengenommen 36 rechtlich selbstständigen Gemeinden der Ämter Windheim und Petershagen im Kreis Minden zusammengefasst. Die übrigen sieben Gemeinden der ehemaligen Ämter wurden nach Minden eingemeindet. Die 29 zusammengefassten ehemaligen Gemeinden bilden die heutigen Ortsteile von Petershagen. Zeitgleich wurde Petershagen eine kreisangehörige Gemeinde des neugebildeten Kreises Minden-Lübbecke. Nach dem 1. Januar 1973 gab es keine weiteren Umgliederungen bzw. Eingemeindungen in das Stadtgebiet.

Karten

Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke

Stadtteile der Stadt Petershagen

Stadt Petershagen, siehe: Maps

Verweise

Auskünfte

Archive Petershagen

Komunalarchiv Minden und Kreisarchiv Minden Lübbecke

Stadtarchiv Petershagen

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  kokp18@westfalenhoefe.de
wiki/7_minden_petershagen.txt · Zuletzt geändert: 2020/12/07 14:55 von michael