Inhaltsverzeichnis
zurück zu : [Stadt Petershagen]
Schlüsselburg
Dieses ist die Beschreibung des Petershagener Ortsteil Schlüsselburg (mit den Untergemeinden Vorburg und Rhöden).
Hausstätten- und Höfeliste
Literatur
Beiträge zur Geschichte von Flecken und Kirchspiel Schlüsselburg - Stadt Petershagen
Autor : B. W. Linnemeier, Verlag: Kirchengemeinde Schlüsselburg, Selbstverlag 1986
Zur Regionalbuch-Bibliothek für die Stadt Petershagen-Schlüsselburg
Geschichte
Schlüsselburg an der Weser ist eine Ortschaft im Weserbogen zwischen Minden und Nienburg, die sich um die Burganlage der Mindener Bischöfe an dieser Stelle entwickelt hat. Sie ist heute ein Ortsteil der Stadt Petershagen.
Die Schlüsselburg und in der Folge damit auch die Ackerbürgerstadt entstanden aufgrund heftiger Grenzstreitigkeiten zwischen den Grafen von Hoya und dem Bischof von Minden. Im Jahr 1335 errichtete Bischof Ludwig von Braunschweig-Lüneburg auf einer Weserinsel die Externer LinkSchlüsselburg.
Im Gegenzug sicherten die Grafen von Hoya ihr Territorium durch das „Feste Haus“ in Stolzenau. In unmittelbarer Nähe der Burg, der „Vorburg“, siedelten sich die Burgmannen an. Der eigentliche Ort wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts planmäßig angelegt und ist in seinem Grundriss mit den drei parallelen Straßen und der engen, städtischen Bebauung weitgehend erhalten geblieben. Schon im Jahr 1400 erhielt der Ort ein begrenztes Stadtrecht. Dieses Recht umfasste neben der freien Wahl eines Bürgermeisters und Rates und eines Richters auch das Privileg, Märkte abzuhalten. Bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges entwickelte sich Schlüsselburg zu einer Kleinstadt, die ihren bescheidenen „Wohlstand“ hauptsächlich auf Ackerbau begründete. Mit dem Dreißigjährigen Krieg, den Plünderungen und den im Zeitraum von 1617 bis 1711 fünf verheerenden Brandkatastrophen verarmte der Ort zusehends. Die Chronik berichtet, dass die erste große Feuersbrunst im Jahr 1617 den Ort bis auf die Kirche, die Burg und ein Bürger- und Backhaus vollständig in Asche legte. An diese Katastrophe erinnert noch heute der Brandgedächtnistag, der jährlich am 4. September mit einem Gottesdienst begangen wird.
Die Stadt Schlüsselburg war bis zur Franzosenzeit Sitz des Amtes Schlüsselburg im Fürstentum Minden und kam 1816 zum neuen Kreis Minden. Bis 1934 gehörte die Stadt zu dessen Amt Schlüsselburg und seitdem zum Amt Windheim. Am 1. Januar 1963 wurde die Gemeinde Wasserstraße mit damals 10,48 km² ausgegliedert. Bevor die Stadt bei der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1973 Teil der Stadt Petershagen wurde, hatte sie eine Fläche von rund 7,03 km² sowie 648 Einwohnern im Jahre 1972.
Karten
Klassifikationsübersichtskarte des Katasterverbandes Petershagen (Buchholz mit der Untergemeinde Großenheerse; Frille mit den Untergemeinden Dankersen, Leteln, Päpinghausen, Wietersheim, Aminghausen und Gut Wietersheim; Heimsen mit der Untergemeinde Ilvese; Lahde mit den Untergemeinden Bierde, Gorspen-Vahlsen und Quetzen; Mindener Wald; Ovenstädt mit der Untergemeinde Hävern; Petershagen mit den Untergemeinden Kutenhausen, Maaslingen bzw. Maaßlingen, Meßlingen, Südfelde, Todtenhausen, Eldagsen und Bezirk Petershagen des Mindener Waldes; Schlüsselburg mit den Untergemeinden Vorburg und Röhden; Windheim mit den Untergemeinden Jössen und Ilse)
Klassifikationsübersichtskarte Katasterverband RB Minden um 1820 : im Landesarchiv OWL Detmold
Übersichtskarte der Katastergemeinde Schlüsselburg mit den Untergemeinden Vorburg und Röhden
Klassifikationsübersichtskarte Katasterverband RB Minden um 1820 : im Landesarchiv OWL Detmold
Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke
Ortsteil Schlüsselburg mit den Untergemeinden Vorburg und Röhden
Dokumente
Verweise
Auskünfte
Stadtarchiv Petershagen
Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:
info@westfalenhoefe.de






