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Bad Oeynhausen

www.Bad Oeynhausen.de

Dieses ist die Beschreibung der Stadt Bad Oeynhausen mit ihren früheren Dörfern und Bauerschaften, den ihnen folgenden Städten, Dörfern, Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).

Dörfer und Bauerschaften

Mit ihren jeweiligen Hausnummern etwa im Umfang vom Urkataster:

Hausstätten- und Höfeliste

Bücher

Geschichte

Ein megalithisches Steinkammergrab in Werste ist das älteste Zeugnis menschlicher Siedlung im heutigen Stadtgebiet. Die älteste Erwähnung eines heutigen Ortsteils belegt den Ort „Rehme“ („Rimie“) für die Jahre 753 und 785 in den fränkischen Reichsannalen, als sich die fränkischen Könige Pippin der Jüngere und sein Nachfolger Karl der Große auf Feldzügen dorthin begaben. Mittelalterliche Siedlungskerne enthalten auch die Ortsteile Werste, Eidinghausen, Volmerdingsen und Wulferdingsen. In Bergkirchen wird am Übergang über das Wiehengebirge ein Höhen-Quellheiligtum in vorchristlicher sächsischer Zeit vermutet, an dessen Stelle im 9. Jahrhundert eine Kirche erbaut wurde, ein Vorgängerbau der heutigen Kirche. Für die Siedlungsentwicklung wichtig war die territoriale Zuordnung des heutigen Stadtgebiets, dessen südlicher Teil zur Grafschaft Ravensberg und nördlicher Teil zum Hochstift Minden gehörte. Beide befanden sich in unbedeutenden Randlagen, so dass sich die Siedlungskerne ohne Lagevorteil und wegen fehlender landesherrlicher Förderung nicht zu zentralen Orten entwickelten. Auch von der Weser konnten die an ihr gelegenen Ortsteile keinen wirtschaftlichen Vorteil ziehen, da ein Hafen fehlte. Erst ab 1719 gab es eine gemeinsame Verwaltung der seit 1614 brandenburgischen Grafschaft Ravensberg mit dem seit 1648 ebenfalls brandenburgischen Fürstentum Minden als Verwaltungseinheit Minden-Ravensberg. Zur Zeit der napoleonischen Kriege gehörte das Gebiet ab 1807 zunächst zum Departement der Weser des Königreichs Westphalen, und zwar das Gebiet nördlich der Werre zum Kanton Haddenhausen des Distrikts Minden, das Gebiet südlich davon dem Kanton Vlotho des Distrikts Bielefeld. Diese Grenzfunktion der Werre verstärkte sich ab 1810 zur Staatsgrenze, nachdem ein Teil des Königreichs Westphalen ins Kaiserreich Frankreich einverleibt worden war. Das Gebiet nördlich der Werre gehörte nun zum Kanton Mennighüffen des Distrikts Minden im Departement der Oberen Ems, während der südliche Teil im Königreich Westphalen dem Kanton Vlotho im Distrikt Bielefeld des Departements der Fulda zugeordnet wurde. Nach Napoleons Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig gelangte das Gebiet 1813 ins preußische Generalgouvernement zwischen Weser und Rhein und wurde nach dem Wiener Kongress 1815 wieder voll dem Preußen eingegliedert. Im neugeordneten preußischen Staat gehörte ganz Ostwestfalen zum Regierungsbezirk Minden innerhalb der Provinz Westfalen. Die Orte Wulferdingsen, Volmerdingsen und Werste wurden dem Kreis Minden zugeordnet. Die Orte Rehme, Niederbecksen und Dehme, die das Kirchspiel Rehme bildeten, blieben im Kreis Herford und wurden erst 1832 zum Kreis Minden geschlagen. Nach der Entdeckung einer Salzquelle in den Sültewiesen der Werreniederung (etwa im heutigen Bereich von Mindener Straße, Heinrichstraße und Königstraße gelegen) befahl König Friedrich II. den Bau einer Saline, die den Namen „Königliche Saline Neusalzwerk“ bekam und 1753 erstmals Siedesalz produzierte. Bis 1760 wurden zwei Gradierwerke und 1768 ein zweistöckiges „Gradierhaus“ errichtet. Das Salz wurde in der Region abgesetzt, aber auch bis nach Köln verkauft. Ein Grenzstein von 1542 im heutigen Kurpark markiert die bis 1860 dort verlaufende Gemeinde- und Kreisgrenze Der Kurort wurde zunächst als „Solbad bei Neusalzwerk“, „Solbad bei Rehme“ und „Bad Rehme“ bezeichnet; im Jahre 1848 verlieh ihm Friedrich Wilhelm IV. den Namen „Königliches Bad Oeynhausen“. Daneben waren eine Zeit lang noch die Namen „Rehme (Bad Oeynhausen)“, „Bad Oeynhausen bei Rehme“ und „Bad Oeynhausen (Rehme)“ gebräuchlich.

Bereits im Jahre 1926 wurde ein Teil der Gemeinde Niederbecksen in die Stadt eingemeindet. Kurz nach Kriegsende legte Bürgermeister Kronheim am 22. Mai 1945 einen Antrag vor zu einer neugegliederten Stadt mit den jetzigen Ortsteilen sowie Gohfeld, womit er bei den Umlandgemeinden auf heftigen Widerstand stieß und sich bei den britischen Militärbehörden nicht durchsetzen konnte. Zum Jahresbeginn 1973 löste das Land Nordrhein-Westfalen mit einer Gebietsreform das bisherige Amt Rehme auf und vereinigte dessen Gemeinden mit der bisherigen Stadt Bad Oeynhausen. Die dadurch gebildete neue Stadt erhielt ebenfalls den Namen „Bad Oeynhausen“. Das Stadtgebiet dehnt sich seitdem nach Norden bis zum Wiehengebirgskamm, nach Osten bis zur Weser und auch nach Süden erheblich aus. Sehr umstritten war die Grenzziehung im Westen: die alte Stadt Bad Oeynhausen wünschte sich eine Grenzziehung weiter westlich am Mittelbach, so dass ein erheblicher, dicht besiedelter Teil der früheren Gemeinde Gohfeld zur neuen Stadt Bad Oeynhausen gekommen wäre. Begründet wurde dies mit der – was Infrastruktur und Einkaufsverhalten betraf – auf Bad Oeynhausen hin orientierten Bevölkerung. Die Stadt fand mit dieser Argumentation kein Gehör, vermutlich auch wegen der nur kurz zurückliegenden kommunalen Neuordnung der Stadt Löhne und des Kreises Herford, deren Ergebnisse nicht mehr angetastet werden sollten. Auch die Ratsvertreter des Amtes Rehme, das völlig in die neue Stadt Bad Oeynhausen integriert werden sollte, sprachen sich für die jetzige Lösung mit einer Grenze am Osterbach aus. Infolgedessen liegt seitdem ein Teil des Kurgebiets auf dem Territorium von Löhne und wird als „Kurgebiet Löhne im Staatsbad Oeynhausen“ bezeichnet.

Der Anschluss an das Eisenbahnnetz mit zwei Bahnhöfen durch die Cöln-Mindener Eisenbahn im Jahre 1847 und der Weserbahn im Jahre 1875. Im September 1939 wurde Bad Oeynhausen im heutigen Stadtteil Rehme an die Reichsautobahn (jetzt: A 2) angeschlossen. Die neue, von Westen kommende A 30 wurde 1969 an die Stadtgrenze herangeführt, und im Stadtteil Rehme wurde nahe der Weser das Autobahnkreuz Bad Oeynhausen zur Anbindung der A 30 an die A 2 gebaut (Freigabe 1979); um die Verkehrsströme von der A 30 bis zur A 2 zu bewältigen, wurde der west-östliche Straßenzug der Kanalstraße/ Mindener Straße vierspurig ausgebaut und Teil der B 61. Der autobahntechnische Lückenschluss, dessen Verlauf im Stadtgebiet heftig umstritten war, erfolgte durch die sogenannte Nordumgehung nach elfjähriger Bauzeit im Dezember 2018.

Karten

Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke

Stadtteile der Stadt Bad Oeynhausen

Stadt Bad Oeynhausen, siehe: Maps

Verweise

Auskünfte

Archive Bad Oeynhausen

Komunalarchiv Minden und Kreisarchiv Minden Lübbecke

Stadtarchiv Bad Oeynhausen

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/1_minden_bad_oeynhausen.txt · Zuletzt geändert: 2020/11/26 18:08 von michael